Soleanlagen für den Winterdienst

Im Winterdienst ist die Glättebekämpfung durch Feuchtsalzstreuung FS30 (Soleausbringung) bundesweit etabliert. Auf dem gesamten Straßennetz – innerorts wie außerorts –  hat sich die reine Flüssigstreuung FS100 vor allem für den präventiven Winterdienst als optimale Lösung erwiesen und wird zunehmend in der Praxis eingesetzt. Dies bedeutet, dass Tausalzlösungen ein unverzichtbarer Teil des Winterdienstes sind und somit auf deren Verfügbarkeit ein besonderes Augenmerk gerichtet werden muss.

Die Solebevorratung sowie deren Qualität stellen dabei wichtige Bausteine im Winterdienstkonzept dar. Neben der Bemessung der erforderlichen Bevorratung spielen auch betriebswirtschaftliche Punkte eine wichtige Rolle. Sie entscheiden darüber, ob die benötigte Sole in einer Soleanlage hergestellt oder mittels Anlieferung eingekauft wird.

In Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für den Straßenbetriebsdienst und der Autobahndirektion Nordbayern hat unser Ingenieurbüro in den letzten Jahren Soleanlagen ertüchtigt und neu gebaut. Hierbei wurden nicht nur die Anlagenverfügbarkeit, Lagerkapazität und Solequalität erhöht, sondern auch die Entwicklung einheitlicher Standards für Betriebssicherheit, Behälterbau, Pumpen- und Anlagentechnik, Elektro-, Mess- und Regelungstechnik und Sicherheitseinrichtungen vorangetrieben.

Dabei haben wir immer den Arbeits- und Unfallschutz gemäß UVV und die Benutzer-, Wartungs-, und Instandhaltungsfreundlichkeit der Soleaufbereitungsanlagen im Blick.

Die Klassifizierung der Sole in die Wassergefährdungsklasse 1 nach WHG (Wasserhaushaltsgesetz) bzw. AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen), lässt insbesondere die wasserrechtlichen Aspekte immer mehr in den Vordergrund rücken. Dies stellt planungsseitig Herausforderungen verschiedenster Art dar.

Durch umfangreiches Know-How und viele Jahre Erfahrung sind wir Ihr zuverlässiger Dienstleister im Bereich der Soleanlagen und bieten folgende Leistungen:

  1. Bestandsaufnahme und Vermessung der örtlichen Gegebenheiten
  2. Projektierung, Identifizierung der Schwachstellen, Prüfung von Optimierungsmöglichkeiten bei vorhandenen Soleaufbereitungsanlagen
  3. Abstimmung der Anforderungen nach WHG und AwSV mit der Unteren Wasserbehörde (Befüllflächen, Doppelwandigkeit, Leckageüberwachung, Rücklaufsicherung, Not-Aus, Retention)
  4. Betrachtung der Gesichtspunkte Arbeitssicherheit, Wartung, Instandhaltung, Betriebssicherheit und Störmeldesystem.
  5. Beurteilung und Auswahl von Medium beständigen Materialien für z.B. Rohrleitungen, Aggregate, Armaturen.
  6. Erstellung von Lageplänen, Aufstellungsplänen, Verkehrsflächenplänen, Erdungs- und Blitzschutzplänen, Mess-, Steuerungs- und Regelungsplänen, Detailplänen (Salzbevorratung/Silo, Soleerzeuger, Solelagerbehälter, Technikraum, Pumpstation), Stromlaufplänen
  7. Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Fundament- und Behälterbau sowie technische Ausrüstung, inkl. Mitwirkung bei der Vergabe
  8. Koordinierung und Bauüberwachung der Gewerke Fundamentbau, Maschinenbau, EMSR-Technik und Behälterbau, sowie Schnittstellen (Strom, Wasser, Entwässerung)
  9. Rechnungsprüfung
  10. Erstellung einer Bestandsdokumentation (Dokumentationsunterlagen, Bestandspläne, Betriebsanweisung)

Soleanlage

Soleaufbereitungsanlage

Technikraum Soleanlage